Dreieckmusi auf dem Heuboden des Klostermühlenmuseums Thierhaupten
Dreieckmusi, so nennen sich die drei Jungs, die uns echte und neue alpenländische Volksmusik aus dem Lechtal boten.
Fesches Gwand gehörte zum Auftritt dazu wie die Instrumente, die darauf warteten, endlich Töne von sich geben zu dürfen.
Die blank polierte Tuba mit Uli Linder am Mundstück, ließ die Luft mit tiefen Frequenzen beben. Er verständigte sich mit Blickkontakt zu Fabi Eglhofer. Der hatte zwei wunderschöne Ziach'n dabei und wechselte sie, je nach Lied und ließ seine Finger rasant über die Tasten fliegen. Das Auge konnte kaum folgen. Die Saiten von drei Gitarren warten darauf, dass sie angeschlagen oder gezupft werden. Dani Schmid hatte nur die Akkorde notiert, alle spielten ohne Noten.
Das Publikum des gut besuchten Saales in luftiger Höhe des Heubodens bekam modern interpretierte Volksmusik auf die Ohren, die größtenteils aus der Feder von Fabi stammt. Abwechs-lung in unterschiedliche Rhythmen und Genres brachten nicht nur die Lieder. Besonders gut kamen die in Mundart vorgetragenen Anekdoten an, die wir erzählt bekamen. Für Lacher sorgten die Geschichten zur Titelfindung und das Event unter Naggaden beim Konzert in der Therme Erding und die Begründung, warum sie auf Schloss Ellmau nie mehr auftreten werden. Ein fantastischer Abend, der erst nach mehreren Zugaben endete. Einige Melodien haben sich in meinem Kopf festgesetzt und während ich das schreibe, höre ich gerade SCHIA, DASS DI GIBT.
Schia, dass's eich gibt! www.dreieckmusi.de

Interessanter Besuch im Heimatmuseum
Das vom Schwäbisch-Bayerischen Heimatverein Bobingen e. V. ehrenamtlich betriebene Museum bietet vier Themenbereiche im Dachgeschoss der Alten Mädchenschule: Schule, Hauswirtschaft, Textil und Pergament.
Letzteres war der magische Anziehungspunkt meines Interesses. Durch Vermittlung einer lieben Freundin führte mich Frau Wildbrett der früheren Pergamentherstellerfamilie mit ihrer Fachkenntnis durch die Präsentation der Ausstellungsstücke. Wie mühsam, zeitaufwendig und präzise dieses Beschreibmaterial hergestellt wurde, erklärt auch, wie kostbar so ein Stück war. Ich bekam einen lehrreichen Einblick in die Geschichte und Handarbeit dieses Gewerkes.
Auch die anderen Themenbereiche der Ausstellung zeigen eine liebevoll ausgewählte Zusammenstellung der Dinge, die ich noch aus meiner Kindheit kenne.
Nützen Sie die Gelegenheit eines Besuches jeweils am ersten Sonntag des Monats von 14 bis 18 Uhr. Siehe Link.
Vernissage: Heinrich Kirchner und Schüler
Der perfekte Ort für Kunst und Kultur ist der alte Pfarrhof in Gempfing. Bei wunderbarem Wetter wurde dieser magische Ort von fast 200 Besuchern überrannt, gemeldet waren 35.
Heinrich Kirchner (1902–1984) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern. In einer umfassenden Ausstellung im Haus, Nebengebäuden und Garten wurden nun Arbeiten des Lehrers gemeinsam mit Werken seiner Schüler gezeigt. Eine ungewöhnliche Vielfalt, die ich versucht habe, mit meinen Fotos festzuhalten. Dazwischen sorgte Jazz und Swing des Caspar Geer Quartett für Unterhaltung, beim Kirchenkonzert das Duo Cord.
Mein großer Respekt gilt der Familie Hofgärtner und dem ganzen Team, die sich um dieses Kleinod in Gempfing kümmern und Künstler aller Genres an diesen besonderen Ort locken.
Öffnungszeiten: jeweils Sonntag, 14.00 – 17.00 Uhr
7./14./21./28. Juni 2026, 5./12./19./26./Juli 2026, 6./13./20./27.September 2026 und
3. Oktober 2026 (Finissage)
Abendveranstaltung mit Filmen und Texten
Jürgen Schwilski, den ich als Mitglied der Lesebühne Augsburg kenne, führte professionell durch den Abend.
Der neuen Standort des Heimatmuseums Mering im Ludwigpark bietet nicht nur genügend Platz für eine interessante Ausstellung mit themenbezogenen Kojen, sondern auch eine Veranstaltungs- bühne und genügend Sitzplätze.
Für die Technik sorgten Günter und Verena Peschke, die beide Filme in 3-D-Qualität zeigten: Aus dem Leben der Marienkäfer und der Bienen.
Passende Texte lieferte Petra Sütterlin, bekannt als Lokalautorin und vom Poetry Slam. Sie las im gepunkteten Oberteil vor dem zahlreichen Publikum über die Sechsbeiner, denen die Menschen nachsagen, sie würden Glück bringen. Auch heitere Pressenach-richten aus dem Bienenstock über Biene Barbara und ihre Freunde durften wir schmunzelnd erfahren.
Meine Kurzgeschichten wählte ich nach dem Thema Heimat aus. Mit Fotos hinterlegt und in 3-D-Ausführung bearbeitet, führte ich das Publikum durch meine Geburtsstadt Augsburg und machte Station im blühenden Hofgarten und im Lechviertel.
Museumsleiter Joachim Pagel wies auf die neu gestaltete Website hin, siehe link, und konnte sogar weitere Helfer für den Aufbau der Ausstellung gewinnen. Ein gelungener Abend für alle.
Danke, dass ich dabei sein durfte.
Am Pfingstmontag war der 33. Deutsche Mühlentag.
Das Klostermühlenmuseum bot zwischen 11 und 17 Uhr mit der angeschlossenen Druckwerkstatt viele interessante Attraktionen zum Informieren und mitmachen.
Dazu durfte man Kurzführungen miterleben, Papier aus der Bütte schöpfen, Korn zu Müsli mahlen, Märchen hören, selber mit der Boston-Tiegelpresse drucken, Brot backen und vieles mehr.
Die Historische Druckergilde war vor Ort mit Verkauf von Landkarten u. ä. und dem Schnürchenspiel Gautschi. Der Erlös ging an die Kartei der Not von der AZ.
Auch der Mühlenladen bot in diesem Jahr ein erweitertes Sortiment an.
Passend zum sommerlichen Wetter machte auch der Eiswagen Station auf dem Hof vor Klein-Bonn.
Die Karten- und Drahtkünstlerin Iris Drexler bot eine große Auswahl an selbst gefertigten Karten und Objekten an.
In unserer Druckwerkstatt gab es zum Verkaufsstart Lesezeichen, die erstmals hergestellt werden, wie auch die Bierfilzl zum Mühlentag.
Auf dem Foto neben mir Ludwig Sattich, der die historischen Maschinen zum Leben erweckt hatte und dafür sorgt , dass sie weiterhin funktionieren.
Hier ein paar Impressionen vom Tag:
Der Bezirk Schwaben veranstaltete im Kapitelsaal des Klosters Thierhaupten ein Konzert mit Maxjoseph.
Die Gruppe kannte ich und mag ihre moderne Volksmusik, die handgemacht ist und frisch.
Jeder für sich ist ein perfekter Solist und als Gruppe passen sie sehr gut zusammen.
Das Konzert war ausverkauft und kam beim Publikum gut an.
Ich hatte das Gefühl, die Musik zauberte auf die Gesichter der Äbte auf den Ölgemälden im Kapitelsaal ein wohlwollendes Lächeln.
Nach mehreren geforderten Zugaben konnte man sich am Verkaufstisch eindecken und mit den Musikern sprechen. Der Ausflug in mein geliebtes Thierhaupten hat sich wieder mal gelohnt.
Wolfgang Maria Bauer machte Station im
Pfarrhof Gempfing als Beitrag zum
literaturfestival allgäu schwaben.
Ich schätze den besonderen Veranstaltungsort sehr und die engagierten Menschen dort.
Im voll besetzten Leseraum stellte der Autor seinen ersten Roman vor: Kaltblut
Bekannt ist der Schauspieler Wolfgang Maria Bauer von den großen Bühnen in Deutschland und Österreich. Außerdem spielte er diverse Rollen in Filmen und im Fernsehen. Er arbeitet ebenso als Regisseur und als Hörspielautor.
Fast etwas schüchtern saß er auf dem Tisch und erklärte uns Gästen die besondere Situation, die er als Lesender dieser Veranstaltung empfand. Aus seinem eigenen Buch zu zitieren sei etwas ganz anderes als auf der Bühne zu stehen und nach Drehbuch und ziemlich festgelegtem Ablauf zu performen.
Aber er erreichte durch seine legere Art und Nahbarkeit sein Publikum gut und beantwortete ehrlich die Fragen, die uns im Publikum interessierten.
Natürlich kaufte ich ein signiertes Exemplar.
Hier meine Fotos:
Konzert im
Kultur-Stadl Wörleschwang
der Band TANQUORAY
Die Musiker nennen sich the orange soul sensation.
Seit 10 Jahren touren sie im deutschsprachigem Europa.
Die Playlist reichte mit aufregenden Interpretationen von Blues, Soul-Jazz und Funky Sound zu Eigenkompositionen.
Die Jungs harmonieren gut miteinander und zeigten lebendige Bühnenpräsenz. Hat mir gut gefallen!